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GROß MONTAU / MĄTOWIE WIELKIE

Förderprojekt 2013 der Deutsch-Polnischen Stiftung Kulturpflege und Denkmalschutz

Einsiedlerin und Märtyrerin Pommerns Dorothee von Montau, Patronin des Deutschen Ordens und Preußens wurde im Ursprungsbau der Kath. Pfarrkirche St. Peter und Paul in Groß Montau / Mątowy Wielkie getauft und gesegnet. Die sanierungsbedürftige Außenhülle der gotischen Dorfkirche konnte 2012/13 durch eine großzügige EU-Förderung instand gesetzt werden. Die Deutsch-Polnische Stiftung Kulturpflege und Denkmalschutz hat 2013 mit einer Zuwendung des Beauftragten für Kultur und Medien der deutschen Bundesregierung  die Teilmaßnahme „denkmalfachgerechte Instandsetzung des Turmhelms“ anteilig gefördert.

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Mątowy Wielkie (deutsch: Groß Montau) ist eine Ortschaft der Gemeinde Miłoradz (Mielenz) im Powiat (Landkreis) Marienburg (Malbork) in der Woiwodschaft Pommern in Polen. Der Ortsteil liegt südlich von Danzig und 18 Km südwestlich von Marienburg. 2006  hatte das Dorf, das der Geburtsort der Heiligen Dorothea von Montau ist, 353 Einwohner. Das Dorf im Gebiet des Großen Marienburger Werders liegt am rechten Weichselufer in der Nähe der Ausfahrt der Landstraße DK 22 , die aus Schlochau (Człuchów) nach Marienburg führt, nach Mielenz. Die Kirche steht am südwestlichen Rand des Dorfes mit der Ostfassade zur Dorfstraße gerichtet, Friedhof an der Südseite, Leichenhaus an der Westfassade und altertümlich gestaltetem Pfarrhaus auf der Nordseite.

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Die erste schriftliche Erwähnung von Montau stammt aus dem Jahre 1321 und bezieht sich auf die Rechte des Orts. Sie wurden 1342/45 unter dem Deutschorden-Großmeister König Ludolf als kulmische Handfeste bestimmt  und im Jahre 1383 unter Hochmeister Konrad Zollner erneuert mit erstmaliger Nennung einer Kirche. Die Kirche in Groß Montau wurde im 14. Jh. (wohl 1362f.) als kleiner Fachwerkbau mit Ziegelgefachen auf rechteckigem Grundriss, Holztonne über dem Chor und Flachdecke über dem Schiff sowie Holzturm auf der Westseite errichtet. Bald nach Fertigstellung folgte die Ummauerung der Fachwerkwände an der Ost- und Südostseite des Schiffs (4. Viertel 14. Jh.) und der Ausbau des Langhauses inklusive Vorhalle in Stein an der südlichen Außenwand (um die 1. Hälfte 15. Jh.). Die unteren Teile des hölzernen Turms wurden aus zwei Stockwerken aus Backstein ersetzt (1470/75). Die obere Struktur mit dem Glockenstuhl behielt man bei. Als nächstes hinzu kamen ein zweites Schiff an der Nordseite, zu betreten durch drei die Nordwand des Hauptschiffs durchbrechende breite Spitzbogenöffnungen, und eine nordöstlich daran angefügte Sakristei. Die Baumaßnahmen an der Kirche wurden vermutlich noch im 14. Jh. oder kurz danach fertiggestellt.

Der berühmteste Bewohner des Dorfes bleibt bis zum heutigen Tag die Nonne Dorothea Schwartze (1347–1394), Einsiedlerin und Märtyrerin Pommerns, vom Schutzpatron der Diözese Elbing in der Montauer Kirche am 6. Februar 1347 getauft und gesegnet. Die Patronin des Deutschen Ordens und Preußens, Kind einer vermögenden Bauernfamilie soll als Siebenjährige von ihrer Mutter mit kochendem Wasser übergossen worden sein. Bereits damals begann ihre Askese und lebenslange Kasteiung, zu der die andauernde Misshandlung des eigenen Körpers aus vorgeblich religiösen Gründen gehörte. Aus ihrer Ehe mit einem Danziger Waffenschmied gingen neun Kinder hervor, von denen nur eine Tochter überlebte. Erste religiöse Visionen hatte sie nach ihrer Hochzeit, und nach dem Tode ihres Mannes siedelte sie nach Marienwerder um, verschenkte ihr Vermögen und blieb freiwillig bis zum Lebensende in einem Zellenanbau am Dom eingeschlossen. Ihre religiösen Erfahrungen drückte Dorothea durch Hitzemetaphern aus. Nach missglücktem Versuch ihrer Heiligsprechung 1404 erfolgte dieses 1976. Dorotheas Leben wurde zum Gegenstand eines 1492 in Marienburg erschienenen Buchs und von Günter Grass in seinem Roman „Der Butt“.

Die Groß Montauer Kirche wurde 1919 vom Konservator der preußischen West-Provinz, Bernhard Schmid, in das Verzeichnis der historischen Bezirke der Stadt Marienburg (Bau- und Kunstdenkmäler des Kreises Marienburg) aufgenommen. Schmid datierte die Errichtung der Fachwerkkirche in die 40er Jahre des 14. Jhs. Die Methode der Wandausfachung mit Ziegeln hatte ihren Durchbruch im 14. Bis Anfang des 15. Jhs.

Die Autorin Maria Lubocka stimmte in ihrer umfangreichen Dokumentation über die gotischen Kirchen im Marienburger Werder 1976–1979 mit den grundlegenden Thesen von Schmid überein und hat die Ersterrichtung von Fachwerkkirchen in der Region für die Jahre vor 1340 definiert. Bis zum heutigen Tag ist keine Monografie zu der Kirche vorgelegt worden.

Im März 1962 wurde auf der Grundlage der Gesetzgebung der Vorkriegszeit die Montauer Kirche in das Register der Denkmäler der Provinz Danzig (Nr. 203/N, Urteil vom 27. März 1962 aktuell Nr. 284) unter Schutz gestellt. Zu der Liegenschaft gibt es eine bescheidene, im Jahr 1980 entwickelte Inventarisierung als sog. Weiße Karte, und zur Einrichtung und Ausstattung gibt es detaillierte Aufzeichnungen Dossiers.

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Die Montauer Kirche ist ein zweischiffiger Backsteinbau auf rechteckigem Grundriss (Länge 21m (73 Fuß), Breite 12,3m (42,5 Fuß) ursprüngliche Breite 8,7m (30 Fuß = 2 Ruten – Proportion 1,7:1) mit fast quadratischem Westturm (Länge 8,1m (28 Fuß), Breite 9,6m (33 Fuß), Südvorhalle und kleiner rechteckiger Sakristei an der Nordseite. Der auf Feldsteinfundamenten stehende Bau wird durch eng anliegende abgestufte massive Strebepfeiler (an den östlichen Gebäudekanten schräg stehend) und den dreistöckigen Turm mit als Holzkonstruktion (überwiegend aus Kiefer, von der Originalkonstruktion sind nur zwei Balken im östlichen Teil erhalten) gefertigtem oktogonalen obersten Geschoss und eichenschindelgedecktem pyramidalen Helm akzentuiert (zuletzt 1908 und 1995 gedeckt). Die Helmspitze bekrönt eine Wetterfahne mit Kugel, Hahn und Kreuz.

Das Kirchenschiff ist mit einem hohen Satteldach und einer Dachneigung, die ungleiche Winkel bildet, ausgestattet und wies ursprünglich eine Mönch-Nonnendeckung auf, wie die Verdachung der Giebel, Vorhalle und Sakristei. Nach Osten und Westen schließen Kirchenschiff und Sakristei mit einem Blendbogen-Schmuckgiebel ab. Die Vorhalle im Süden trägt ebenfalls einen Schmuckgiebel. Die im gotischen Verband erstellten Backsteinfassaden des Schiffs sind bescheiden dekoriert (niedriger Sockel, verputzter Fries, Giebelzinnen) und gegliedert durch Lanzett-Fensteröffnungen und die getreppten Strebepfeiler. Die Ost-Außenwand und der östliche Teil der Süd-Außenwand enthalten noch die hölzernen Ständer eines Fachwerkbaues. Die Ostfassade ist im unteren Teil durch vier Spitzbogenblenden gegliedert, wobei in die Bögen der beiden mittleren Öffnungen Öffnungen eingelassen sind. Ihr oberer Teil bildet ein sechsachsiger Treppengiebel ohne horizontale Gliederung und mit Lisenen und achteckiger Fialenbekrönung.

Die Ziegelfassade des Turms ist auf jeder Seite anders gefügt und mit  unterschiedlichen Ziegelsteinen gemauert. Die Turmfassade ist an drei Seiten durch verputzte Blendbogen (im 1. OG Rundbogenfries, im 2. OG Spitzbögen), in denen auf der Westseite verschieden formatige Öffnungen sitzen, gegliedert. Die Strebepfeiler stehen an den westlichen Kanten des Turmschafts ebenfalls schräg. Der Haupteingang an der Westseite ist von einem Spitzbogen überfangen.

Die einzelnen Bauabschnitte sind am Außenbau aufgrund von Vertikalfugen deutlich erkennbar (am Turm Vertikalfugen auf der Nord- und Südseite). Durch zierliche Strebepfeiler und einen eigenen dreiachsigen Staffelgiebel mit durchlaufenden Spitzbogenblenden wirkt die Sakristei an der Nordostseite des Langhauses in Verlängerung der Ostwand erkennbar eigenständig.

Der Schiffinnenraum weist drei Arkaden auf, geschieden durch zwei achteckige Stützen – das Südschiff dominiert, ist doppelt so breit und etwas höher als das nördliche Schiff. Die gewölbten Holzdecken und das Sakristeigewölbe sind ornamental ausgemalt. Die Innenwand ist im östlichen Teil oben und im Bereich Südostecke als Fachwerkkonstruktion mit Ziegelausfachung erhalten und nach den jüngsten Instandsetzungsarbeiten mit Abnahme der Überputzung wieder sichtbar. Die Wände von Schiff, Turm, Sakristei und Südhalle wurden mit großen gebrannten Ziegeln gefügt.

Von den hölzernen Dachstühlen sind primäre Fachwerkträger überkommen, deren Alter (basierend auf dendrochronologischen Untersuchungen) auf 1362 bis 1365 geschätzt wird. Dieses Fälldatum wurde auch für die Balken der beiden Fachwerkwände und der Deckenbalken über Langhaus und Chor ermittelt.

Raumschale und Ausstattung sind im Wesentlichen aus einem Guss im 18. Jh. entstanden: Decken-/Gewölbepolychromie, Hauptaltar und zwei Seitenaltäre, Kanzel, Taufbecken, Beichtstühle, Kirchengestühl. Von der mittelalterlichen Ausstattung sind drei gotische hölzerne polychrome Skulpturen überkommen: thronende Madonna mit Kind (um 1400), Pietà und Christus in der Rast sowie das steinerne Taufbecken und das Sakramentshaus. Raumschale und Ausstattung sind durch einen starken stilistischen Zusammenhalt gekennzeichnet, wobei die Schiffdeckenmalerei eine wichtige Rolle spielt. Ältere Ausstattungsteile sind in die fortgeschriebenen Substanzzeitschichten integriert. Bemerkenswert ist z.B. die Kombination von mittelalterlicher Madonnenfigur und barockem Altarbild beim Hauptaltar oder die Taufe mit gotischer Steininschrift und holzgeschnitztem barocken Aufsatz.

Die Montauer Kirche ist von einem Friedhof und alten Bäumen umgeben. Sie nimmt einen exponierten Platz in der räumlichen Anordnung des Dorfplatzes ein.

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Die Kath. Pfarrkirche Groß Montau ist zweifelsohne eine der ältesten Komponenten der Kulturlandschaft Marienburger Werder. Der Backsteinbau besticht durch materielle Authentizität, Struktur und Form der Architektur. Als bauzeitliche Kernelemente haben sich, neben Teilen der Dachkonstruktion, als eine Art von Einschlüssen Bestandteile der Fachwerkkonstruktion (Schiff Nord-Ostecke) erhalten. Im Laufe der Geschichte wurde die Kirche nicht zerstört und die Authentizität der Holzkonstruktion des Turms nur durch die Wechselfälle des Schicksals (Beschädigung während des 30jährigen Kriegs von 1626–1629 und um 1740) und den natürlichen Verschleiß des Holzes reduziert.

Die mittelalterliche Form der Kirche wurde nicht verändert und ist nun ein vorbildliches Beispiel dörflicher sakraler Architektur im Marienburger Werder, mit barocker Veränderung im Innenraum. Substanz und Form des Materials machen den Bau zu einem wertvollen Objekt für die wissenschaftliche Forschung. So ist die Zweischiffigkeit der Montauer Kirche typologisch interessant. Mit seiner unter dem Einfluss des Deutschen Ordens entstandenen qualitätvollen Architektur ist der Bau ein besonders bewahrenswertes Kulturgut im ehemaligen Westpreußen.

Das Baudenkmal verkörpert die katholische Bautradition im Marienburger Werder Die geistigen Werte der Kirche basieren nicht zuletzt auf dem Wirken von Dorothea von Montau, die durch ihre außergewöhnliche Biografie die jahrhundertealte Religionsgeschichte von Groß Montau, Danzig und Marienwerder mit geprägt hat. Sie wird heute nicht nur im gesamten westlichen Pommern verehrt sondern über die dessen Grenzen hinaus.

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Die Holzkonstruktion war, da in jüngerer Zeit größtenteils erneuert, in relativ gutem technischen Zustand. Geschädigt waren Bretter der Holzdecken sowie Mauerlatte, Holzbalkenköpfe und Sparrenfüße. Die geschädigten Holzelemente der Turmkonstruktion waren in Folge direkter Mauerberührung (keine Isolierung an der Verbindung Holz-Mauer) übermäßig durchfeuchtet und daher anfällig für die Entwicklung von Schwamm und Holzschädlingen.

Die Eichenschindeldeckung war stark vermoost, mit dichten Flechten überzogen und an vielen Stellen undicht. Die aufgebrachten Schindeln waren  insofern ungeeignet, dass sie sich beim Wechsel von nassem in den trockenen Zustand verformt hatten. Ihre Deformierung erschwerte den Regenabfluss von der Dachfläche und verursachte die Undichtheit der Abdeckung, die wiederum die Entwicklung vorn Schwamm, Flechten, Algen und Xylophagen auf der gesamten Abdeckungsfiäche der Holzkonstruktion des Turmes begünstigt hatte.

Die Holzverschalung des Kirchturmobergeschosses wies einen erhöhten Feuchtegrad auf, was biogene Schäden an den Holzoberflächen nach sich zog. Durch fehlende ordnungsmäßige Imprägnierung war ein Teil der Wandverbretterung vollständig zerstört, der restliche Teil in hohem Grad rissig und verformt. In Folge der langjährigen Beeinträchtigung durch die das Holz schädigenden Witterungsverhältnisse waren die Bretter der Wände undicht. Ursprüngliche Verbindungselemente zwischen den Brettern (Leisten) fehlten.

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Während 2012/13 mit EU-Fördermitteln (540.000 € aus dem Europäischen Fonds für Regionalentwicklung EFRE) das Schiff und der massive Teil des Turms der Kath. Pfarrkirche der Apostel Peter und Paul in Groß Montau außen und innen saniert wurde (ausgenommen Ausstattungsinventar), erfolgte 2013 mit einer Zuwendung des Beauftragten für Kultur und Medien der deutschen Bundesregierung (BKM) in der Trägerschaft der DPS und wiederum mit EFRE-Finanzierung die Instandsetzung des geschädigten hölzernen Turmobergeschosses und -helms. Die anteilige BKM-Förderung (27.000 €] ersetzte den für die EU-Förderung des hölzernen Turmteils erforderlichen nicht vorhandenen 40prozentigen Eigenmittelanteil der Kirchengemeinde.

Alle erhaltbaren Holz-Konstruktionselemente wurden zuerst genauestens gereinigt, und anschließend mit Bio-Schutzmittel konserviert. Eingesetzt wurden Lösungsmittel der Firma Remmers zur Bekämpfung von Holzschädlingen. Es erfolgte eine Vordesinfektion aller Holzelemente der Holzkonstruktion mittels Adolit M flüssig. Nach der Vordesinfektion wurden die Holzelemente des Turms durch Bürsten gereinigt.

Der hölzerne Glockenstuhl wurde mit dem Remmers-Produkt Anti-Insekt durch Injektionen imprägniert, mit Spritzen in die Risse im Holz und die Austrittsöffnungen der Käfer. Durch Schwamm angegriffene Hölzer wurden, soweit noch erhaltbar, bebeilt und anschließend mit Adolit M flüssig konserviert. Mit PU (Polyurethane)-Holzverfestiger (Harzmittel) der Firma Remmers wurde die Holzstruktur partiell verfestigt. Nach Beseitigung der zerstörten Konstruktionsteile erfolgten Wiederherstellung und Einbau der neuen Hölzer. Kleinere Fehlstellen wurden mit Polymermasse mit Sägemehlzusatz (PU Holzersatzmasse) von Remmers behoben. In Ausnahmefällen sind mit Polyurethanharz  und Sägemehlzusatz an großflächigen Stellen Holzergänzungen vorgenommen worden. Imprägnierten Holzstücke wurden eingeklebt.

Nach Abdeckung und Entsorgung der alten verschlissenen Dachschindeln sowie Reinigung der Oberflächen der Dachverbandhölzer wurde über die gesamte Turmdachfläche eine dampfdurchlässige Unterspannbahn (atmungsaktive Stoffmembran) aufgebracht. Anschließend wurde die Dachfläche neu eingelattet. Die neuen Eichenschindeln sind traditionell handgespalten und auf den Latten mit verzinkten Nägeln befestigt worden. Die Schindeln sind jeweils 1 cm dick, 5 bis 14 cm breit und 40cm lang. Um diesmal eine starke Schindelverformung zu verhindern, wurde die Schindellänge von vormals 50 auf 40 cm reduziert.

Die Metallelemente an der Turmspitze (Kugel, Wetterhahn, Kreuz) wurden konserviert, gereinigt, entfettet, gegen Korrosion imprägniert und mit einer Deckfarbe in Graphitton gestrichen. Nach Ausführung der gesamten Turmneueindeckung begann aus der Oberfläche Gerbstoff abzufließen. Um eine Verunreinigung der Wandflächen zu verhindern, ist ein temporäres PVC-Rinnensystem eingebaut worden mit der Empfehlung, dieses nach Abschluss des natürlichen Prozesses der Gerbstoffausspülung wieder zu demontieren, um das äußere Gesamterscheinungsbild des Baudenkmals nicht zu beeinträchtigen.

Die Holzwände sind einer Reinigung unterzogen worden, wobei alle alten Farb- und Imprägnierungsbeschichtungen beseitigt wurden. Nach der Reinigung wurde die Bretteroberfläche neu imprägniert, um das Material gegen biologischen Einwirkungen und Holzschädlinge zu schützen. Kaputte wurden durch neue Bretter mit entsprechend angepassten Abmessungen ersetzt. Zum Schluss sind die Wandflächen mit einem farbgebenden Holzimprägnierungsmittel (Schwarzton) nachbehandelt worden, um sie haltbarer gegen Witterungseinwirkungen zu machen.

Die Kosten für die vom Woiwodschaftsdenkmalamt in Danzig ohne Beanstandung abgenommene Instandsetzung des hölzernen Turmobergeschosses und des Turmhelms lagen inklusive Dokumentation der ausgeführten Arbeiten bei rund 60.000 €.

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  • Ausführender Baubetrieb: Przedsiębiorstwo Usługowo – Handlowe (PUH) Budchem Arkadiusz Lewicki, Elbing (Elbląg)
  • Fachliche Beratung: Woiwodschaftskonservator in Danzig (Gdańsk)
  • Bauherr: Römisch-Katholische Kirchengemeinde p.w. św. Piotra i Pawla, Groß Montau (Mątowy Wielki), PL–82213 Miłoradz, vertreten durch Pfarrer Sławomir Małkowski
  • Fachliche Begleitung für die DPS: Prof. Dr. Christofer Herrmann, Kunstgeschichtliche Fakultät Universität Danzig
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